200 Jahre Planimeter

Ein bayrischer Vermesser und seine geniale Idee (1814-2014)
Technische Skizze, zeigt die technischen Bestandteile eines Planimeters zur FlächenberechnungTechnische Skizze, zeigt die technischen Bestandteile eines Planimeters zur Flächenberechnung
© Deutsches Museum; Nachlass Lieberrr, Bild-Nr.58319
Technische Zeichnung eine Planimeter, aus dem Nachlass Liebherr.

Vor 200 Jahren kam dem bayrischen Trigonometer Johann Martin Hermann (1785-1841) die Idee zum ersten Planimeter. Das Instrument konnte den Inhalt einer Fläche, deren Grenzen krumm und unregelmäßig verlaufen, erstmals exakt berechnen. In den Anfangsjahren der bayrischen Landesvermessung war dies von großer Bedeutung für die Steuerberechnung. Ein Planimeter fährt die Grenzlinien eines Grundstücks auf einer Zeichnung ab und ermittelt den Flächeninhalt mechanisch mittels kontinuierlicher Multiplikation, also Integralrechnung.

Hermanns geniale Idee wurde zu seinen Lebzeiten nicht umgesetzt. Der Katalog und die Ausstellung am Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung erinnern an das Wirken dieses „stillen“ Pioniers, über den kaum Persönliches bekannt ist. Zugleich wird die weitere Entwicklung des Planimeters auf gerollt- von der Flächenberechnungsmaschine der Vermesser Zobel und Müller bis zu den Planimetern von Gonnella, Wetli-Starke, Hansen-Ausfeld und Amsler.

Ausstellungskatalog

Der Katalog beinhaltet neben den Ausstellunginhalten eine ausführliche Beschreibung zur Geschichte der Planimeter und ihrer Bedeutung innerhalb der amtlichen Vermessung.

Katalog: 200 Jahre Planimeter (pdf, 37,26 MB - nicht barrierefrei)

Blick in die Ausstellung